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Aktualisiert: September 18, 2021 von Sandra Stammberger

Du willst dein WordPress Theme wechseln? Schritt für Schritt Anleitung + Fehler vermeiden

WordPress ist das beliebteste Content Management System, nicht nur, weil es eine Unmenge an Plugins und Templates für so gut wie jeden Bedarf gibt, sondern auch mehr als 4200 kostenlose Templates, die einfach zu installieren sind.

Das WordPress Theme zu ändern geht einfach. Mit nur ein paar Mouseclicks kann zu einem neuen WP Template gewechselt werden. Ein WordPress Theme zu ändern ist auch für Laien einfach durchführbar.

Allerdings sollten einige Punkte beachtet werden, damit die Google Rankings nicht in den Keller sinken und das neue WP Layout korrekt dargestellt wird.

Im Folgenden findest du eine Schritt für Schritt Anleitung, um das WordPress Theme zu wechseln und eine Checkliste von Punkten, die du bei der Auswahl deines neuen WP Templates beachten solltest.

Wie du ein kostenloses WordPress Theme installierst

Für WordPress gibt es eine Unmenge an kostenlosen WP Templates. Man muss auch nicht lange suchen, sondern kann sie direkt im WP Backend suchen und installieren.

Wie das geht, zeige ich dir im Folgenden:

  • Gehe zu „Design“ und „Theme hinzufügen“
Wordpress Theme hinzufügen
  • Auf der nächsten Seite hast du die Möglichkeit die Templates zu filtern:
Wordpress kostenloses Theme suchen

Du kannst dir über die Filterfunktion populäre, neueste und favorisierte Themes anzeigen lassen oder nach bestimmten Funktionen, die du benötigst (wie keine Sidebar, Slider etc), filtern lassen.

  • Hast du ein WP Layout gefunden, das dir zusagt, fahre mit der Mouse darüber und es erscheinen zwei Knöpfe. „Installieren“ und „Vorschau“:
Wordpress neues Layout auswählen
  • Um das WordPress Theme zu installieren, wähle „Installieren“.
  • Das Layout wird heruntergeladen und du siehst einen „Aktivieren“ Button. Drücke diesen und das neue WP Design wird aktiviert und ist dann für alle Besucher sichtbar.

Die allermeisten kostenlosen WP Themes bieten die Möglichkeit eines kostenpflichtigen Upgrades, durch das noch mehr Funktionen freigeschaltet werden. Diese sind manchmal unnötig. In vielen Fällen aber ist ein Upgrade zu empfehlen. Das kommt auf deinen Bedarf an.

WordPress Premium Theme installieren

Es gibt auch jede Menge WP Templates, die kostenpflichtig sind. Der Vorteil ist, dass sie graphisch oft schon an die Branche, in der das eigene Unternehmen angesiedelt ist, angepasst ist und ebenso an den nischenspezifischen Bedarf (wie z.B. integrierte Terminvereinbarung bei Praxis Webseiten oder Woocommerce Themes speziell für Woocommerce Onlineshops).

Empfohlene Marktplätze, auf denen du kostenpflichtige WordPress Themes findest:

Hast du ein Premum WordPress Theme gekauft, wird dir der Anbieter die nötigen Dateien in einem .zip File zur Verfügung stellen.

Um das .zip File des WP Premium Templates zu installieren, gehe zu deinem WordPress Backend:

  • Design
  • Theme hinzufügen
  • Theme hochladen
WP Premium Theme hochladen

Klicke auf „Durchsuchen“ um die .zip Datei auf deinem Computer zu suchen und wähle dann „Jetzt installieren“. Das Premium WP Theme wird installiert. Nachdem du es aktiviert hast, ist es online und für jeden sichtbar.

Fallstricke bei der Installation eines neuen WordPress Themes, die es zu vermeiden gilt

Wenn du das WordPress Theme wechselst und deine Seite noch überhaupt nicht online war, dann wirst du kaum mit Problemen konfrontiert werden. In diesem Fall kannst du das WP Theme einfach installieren ohne zusätzlichen Aufwand.

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Anders sieht es allerdings aus, wenn du das WordPress Theme ändern willst, wenn deine Webseite bereits über längere Zeit online war und du einen Relaunch deiner WP Seite vornimmst. Dann ist es nämlich sehr wahrscheinlich, dass du im Laufe der Zeit Änderungen am style.css, in der functions.php oder Trackingcode im Header / Footer etc. (z.B. Google Analytics) vorgenommen hast.

  1. Änderungen in der functions.php, style.css, Tracking Codes im Header / Footer notieren

Wenn du einen Relaunch deiner Seite in einem neuen Layout planst, solltest du dir alle Änderungen, die du im Laufe der Zeit in der style.css, functions.php und Header /Footer vorgenommen hast, notieren.

Das ist wichtig, denn diese gehen bei einem Wechsel des WordPress Themes verloren!

  • Backup Copy von WordPress erstellen

Auf Nummer sicher geht du zudem, wenn du eine Backup Kopie deiner WordPress Seite erstellst. So hast du im Notfall die alte Version parat und kannst einfach wieder zurückswitchen.

Gerade im Falles eines Relaunches deiner Website solltest du in jedem Fall bevor du das WordPress Theme wechselst, eine Backup Copy deiner Seite erstellen. Das geht am einfachsten mit dem Plugin WP Staging.

Das Plugin kannst du nicht nur nutzen, um ein Backup deiner WordPress Seite für den Notfall zu erstellen, sondern auch, um deine neues WP Template zu testen. Denn WP Staging hat nicht nur eine Backup Funktion, sondern ist – wie der Name bereits sagt – ein Staging Plugin.

Wie Staging funktioniert und warum du es nutzen solltest, darauf werde ich im weiteren Verlauf noch genauer eingehen.

  • Child Theme installieren

Ein Child Theme zu installieren ist nicht unbedingt nötig, wenn du auch in Zukunft nicht planst, Änderungen an deiner WordPress Seite vorzunehmen und alles so lässt wie es ist.

Wenn du zukünftig Änderungen in Header / Footer Code, in der style.css oder in der functions.php vornimmst und das Theme updatest, dann sind alle Änderungen verloren, wenn du kein Child Theme installiert hast!

Da im Laufe der Zeit WP Themes immer wieder aktualisiert werden und Updates zur Verfügung stehen, solltest du ein Child Theme installieren, damit deine Änderungen auch nach einem Theme Update sichtbar sind!

Wie erstelle ich in WP ein Child Theme?

Verbinde dich via FTP mit deinem Hosting Account und gehe zum Ordner deiner WordPress Installation.

  • Erster Schritt: Erstelle einen neuen Child Theme Ordner im Verzeichnis „themes“.
  • Zweiter Schritt: Erstelle einen neuen Ordner im Verzeichnis wp-content > themes.
  • Dritter Schritt: Erstelle im Child-Theme Ordner eine style.css
  • Vierter Schritt: Erstelle anschließend im Child-Theme Ordner die Datei functions.php.
  • Fünfter Schritt: Lege eine screenshot.png Datei im Child-Theme Ordner ab.

Der fünfte Schritt ist optional. Durch das screenshot.png ist das Child Theme in der Theme-Verwaltung klar zu erkennen.

  • Sechster Schritt: Child Theme aktivieren –  Design > Themes   

Brauche ich unbedingt ein Child Theme?

Es ist nicht unbedingt nötig, ein Child Theme zu installieren, wenn du nicht planst irgendwelche großartigen Änderungen in der functions.php, style.css etc. zu machen.

Bedenken solltest du, dass bei einem Theme Update alle Änderungen in der style.ccss. functions.php etc. verlorengehen, wenn du kein Child Theme hast. Also wundere dich nicht, wenn genau das passiert!

Wenn du wirklich nur kleine Anpassungen am Template vornimmst, und nicht möchtest, dass diese bei einem Theme Update verlorengehen, kannst du auch Plugins nutzen wie z.B.:

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Bei der Nutzung dieser Plugins geht auch ohne Child Theme bei einem Theme Update keine Änderungen verloren!

Google SEO: Das WP Theme zu wechseln kann zu Rankingverlusten führen

Der Wechsel eines WordPress Themes kann sich auf die Google Rankings negativ auswirken. Worauf man bei einer Änderung des WP Themes seotechnisch achten sollte und was zu Problemen führen kann, das erklärt John Mueller in einem neuen Video aus der Serie #AskGooglebot.

Kaum ein Webmaster bedenkt es, denn in WordPress und anderen Content Management Systemen kann das Seiten Theme mit ein paar wenigen Mouseklicks ausgetauscht werden. Wie du das WordPress Theme änderst, habe ich dir bereits gezeigt.

Allerdings kann sich das Ändern des WordPress Themes auf die Google Rankings auswirken. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor diesem Schritt das neue Template auf ein paar wesentliche Punkte hin zu prüfen.

In einem neuen Video der Serie #AskGooglebot nennt das Google SEO Sprachrohr John Mueller die wesentlichen Punkte, die zu beachten sind, wenn man das WP Theme wechselt, da sie einen direkten Einfluss auf die Google Rankings haben:

  • Darstellung der Inhalte
  • Interne Verlinkungen
  • Ladezeit
  • Darstellung von strukturierten Daten

Laut John Mueller sollte man immer, bevor man das WP Theme ändert, auf einer Test-Webseite ausprobieren, wie Inhalte dargestellt werden und dies mit dem alten Theme vergleichen.

Wichtig ist es auch, wenn man das WordPress Layout ändert, nicht nur die Darstellung zu betrachten, sondern es sollte in jedem Fall auch der Quellcode – sprich die HTML – verglichen werden.

Hinweis: Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Testseite für Google nicht indexierbar ist!

Welche Teile deiner Seite sind von einem Wechsel des WP Themes betroffen?

Wenn du das WordPress Theme austauscht, sind ein paar Bestandteile deiner Seite betroffen, andere wiederum nicht:

  • Die Posts ändern sich nicht.
  • Falls du eine statische WP Seite als Startseite verwendest, bleibt dies auch nach einem WP Theme Wechsel so.
  • Plugins, die nicht themegebunden sind, funktionieren auch weiterhin.
  • Grundlegende Seiteninformation: Sowohl der Name als auch die Beschreibung deiner Seite bleiben gleich.

Was muss ich vor einer Änderung des WP Themes beachten?

Wenn du das WP Theme auswechselst, solltest du in jedem Fall folgende Punkte beachten, um Probleme zu vermeiden:

  1. Erstelle ein Backup deiner Seite. Du kannst dafür das erwähnte Plugin WP Staging nutzen.
  2. Stelle sicher, dass du alle Tracking und Analyse Codes kopiert hast und alles andere, was du z.B. im Header eingefügt hast.
  3. Wenn du Änderungen an der functios.php gemacht hast, kopiere diese. In der functions.php werden oftmals zusätzliches PHP oder CSS Codes hinterlegt.
  4. Stelle sicher, dass du alle benutzerdefinierten Änderungen, die du vorgenommen hast, aufzeichnest. Insbesondere CSS-Code und zusätzliches PHP in der Datei functions.php.

Worauf sollte ich bei der Auswahl eines WordPress Themes achten?

  1. Anforderungen

Ist das WP Theme optimal für deine Ansprüche? Verfügt das Template z.B. über einen einfach modifizierbaren Header, gibt es die Möglichkeit, die Seitenleiste abzuschalten, hat es einen Footer, dem Inhalte per Widget hinzufegügt werden können? Bietet das Theme die Option, eigene Bilder im Header einzubinden?

  • Pagespeed (Ladezeit)
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Ladezeit wird in der Suchmaschinenoptimierung immer wichtiger. Daher ist es essentiell, dass sich das neue Theme schnell lädt. Teste die Ladezeit der alten und neuen Seite z.B. via dem Google Pagespeed Test.

  • Responsiveness & Browser-Kompatibilität

Funktioniert das neue Theme mit allen Browsern? Wie verhält es sich mit der Responsiveness? Wird auf allen Endgeräten die Seite in verschiedenen Auflösungen korrekt dargestellt? Teste die Responsiveness z.B. mit Be-Responsive.

  • Widgets

Jedes Theme ermöglich den Einsatz von Widgets an verschiedenen Positionen der Seite. Sind Widgets im neuen WP Design dort einsetzbar, wo du es brauchst?

  • 404 Error Seite

Verfügt das neue Theme über eine Custom Error Page, die du einrichten kannst? Wenn dein altes Theme eine Custom Error Page angeboten hat und du diese nutzt, solltest du die Inhalte sicherheitshalber abspeichern. Diese werden im neuen Theme nicht übernommen!

Wie teste ich das neue WordPress Theme?

Wie weiter oben erwähnt, solltest du niemals einfach ein neues WP Thema installieren und damit das WordPress Layout ändern, ohne das Template vorher sorgfältig auf die genannten Punkte hin zu testen. Am besten machst du dies mit einem Staging Plugin wie WP Staging.

WP Staging erstellt eine exakte Kopie deiner Webseite in einem Unterverzeichnis der primären WordPressinstallation.

Die im Staging Testbereich vorgenommenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf deine Live-Seite!

Wie du siehst, ein WordPress Theme zu wechseln kann schnell durchgeführt werden. Allerdings gibt es durchaus einige Punkte, die du unbedingt beachten solltest, damit deine Seite auch bei einem Templatewechsel funktioniert und keine negativen Auswirkungen auf deine Google Ranking zu befürchten sind.

Damit du schnell die wichtigsten Aspekte im Blick hast, wenn du das WordPress Theme wechselst, hier noch einmal das Wichtigste im Überblick.

Zusammenfassung: Wie ändere ich ein WordPress Theme?

  • Backup der WordPress Seite erstellen
  • Alle vormals vorgenommenen Änderungen im alten WordPress Theme notieren (Änderungen in der functions.php, style.css, im Header wie Tracking Code, Änderungen in der CSS etc.)
  • WordPress Staging Plugin installieren
  • Neues WP Theme finden
  • Neues Theme im Staging Bereich installieren und aktivieren
  • Neues WordPress Theme im Staging Bereich testen (Pagespeed, Funktion Plugins, optisches Erscheinungsbild)
  • Ist alles OK? Dann kann das neue WordPresss Template live geschaltet werden.

Du planst ein Redesign deiner WordPress Seite?

Falls die Anleitung zu schwierig ist oder du während der Installation eines neuen WordPress Templates Probleme hast, melde dich bei uns! Wir von der SEO Agentur Ulm unterstützen dich gerne!

Übrigens: Auch, wenn du einen kompletten Relaunch deiner Webseite planst oder insgesamt deine Google Rankings verbessern möchtest, sind wir die richtigen Ansprechpartner.

WordPress Theme wechseln: Detaillierte Anleitung und Tipps zur Fehlervermeidung
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Bis 1997 studierte ich Germanistik an der LMU München. Seit dem Abschluss zum Magister Artium widme ich mich seit 1997 hauptberuflich der Suchmaschinenoptimierung. Bis 2012 war ich primär in den USA als selbständige SEO Managerin tätig. Seit 2012 betreue ich Kunden in Deutschland im Bereich SEO und leite mehrere Themenportale. Erfahren Sie mehr über meine berufliche Vergangenheit in meiner Vita.

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